hütet Gänse brav das Gretchen
da kommt Heinrich angerannt
seine Sichel in der Hand
diese schiebt er hin und wieder
dem Gretchen unter Rock und Mieder
er will sie kosten will sie zwingen
und der Bub wird dazu singen
Liebes Gretchen lass die Gänse
ich will von deiner Haut probieren
vom Blute rostig is die Sense
bist du freundlich nicht zu mir
Der Heinrich darf vom Gretchen lecken
und sie wird nach Birne schmecken
sich kleine Härchen aufgestellt
eilen sie zum Weizenfeld
in der Goldflut gut versteckt
hat er das Gretchen angesteckt
hält bis zum Abend sie eng umschlungen
und hat in das Kind gesungen
Liebes Gretchen lass die Gänse
ich will von deiner Haut probieren
vom Blute rostig is die Sense
bist du freundlich nicht zu mir
Liebes Gretchen lass die Gänse
ich will von deiner Haut probieren
vom Blute rostig is die Sense
bist du freundlich nicht zu mir
Tags: Gedicht